
Aktionsradius Wien / November
2007:
SEX UND KUNST
DIE LANGE NACHT DER LIEBE GLÜHT
BIS NOVEMBER ...
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Das verruchte Flair des traditionsreichen Wiener
Stundenhotels Orient, Schauplatz der „Langen Nacht der Liebe“ im Mai 2007,
und die augenzwinkernde Anwendung des „sex sells“-Prinzips in Form der
Verbreitung von bisher unpubliziertem Archivmaterial durch eine „Erotik
Hotline“ mit täuschend entsprechender Nummer, haben auch uns die Erfahrung
beschert: Der Faktor Sex vervielfacht die Quote. Er verhilft Kunstvermittlern
zu einem Quantum medialer Aufmerksamkeit, das sonst nie erreicht wird. Das
Sujet des nackten weiblichen Körpers dient als Erfolgsversicherung. (Siehe
Cover-Bild für den Aktionsradius-Flyer zur „Langen Nacht...“): Wie
selbstverständlich wurde die nackte Frauenbrust zum eye-catcher gewählt. Was
wollten die Fünfhundert, die das Stundenhotel stürmten? Einige wollten:
Musik, Performance, Literatur, Filme etc. Sie lechzten danach, aber sie
konnten nicht zur Kunst. Die Suiten waren bereits überfüllt mit
Schaulustigen. Einspruch: Es ist unzulässig, das Publikum in Voyeure und
Kunstinteressierte aufzuspalten. Wer wanderte nie als Schwankender auf diesem
Grat? Wer ist frei von Voyeurismus? Den Gratwanderern ist der November am
Gaußplatz gewidmet: Zumindest exemplarisch können sie sehen und hören, was
sie im Mai versäumt hatten. Sie müssen freilich akzeptieren, dass wir diese
Veranstaltungsserie auch nutzen wollen, um unseren Erfolg zu „bewältigen“. Das bisschen prüde Theorie, das dazu nötig
ist, wird niemanden abschrecken – denn das Thema lautet SEX. |
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D A S M O N A T S T H E M A /
Ü B E R S I C H T (gehe mit >> zu den jeweiligen
Detailinfos): |
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AUSSTELLUNG DES MONATS: BILDER DER
LANGEN NACHT DER LIEBE. |
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Dienstag, 6.11. „Das halbe Quartett ...
und Muna tanzt“ IMPRESSIONEN AUS DEN
SEPARÉES. |
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Dienstag, 13.11. „Sex sells. Ein Gespräch über Kunst“ PODIUMSDISKUSSION |
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Dienstag, 20.11. Eugen Bartmer: „Privatanzeige“ LESUNG Mehmet Emir: “Lange Nacht
der Liebe” MULTIMEDIA-SHOW |
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Dienstag, 27.11. „Projektionen der Sehnsucht. 12
ausgewählte Saturn-Filme 1906-1910“ |
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S O N S T I G E
S / Ü B E R S I C H T (gehe mit >> zu den jeweiligen Detailinfos): |
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Sonntage, 25.11.2007 | 27.01.2008 |
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TIPP: Das ideale Weihnachtsgeschenk |
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V O R S C H A U /
Ü B E R S I C H T (gehe mit >> zu den jeweiligen
Detailinfos): |
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Vorschau Dezember Musikalischer Jahresausklang |
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Aktionsradius Wien / November 2007
SEX UND KUNST
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A S M O N A T S T H E M A I M
D E T A I L : |
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AUSSTELLUNG
DES MONATS:
BILDER DER
LANGEN NACHT DER LIEBE. Die das Liebesmonat begleitende Ausstellung
vermittelt Eindrücke von der Langen Nacht der Liebe im Hotel Orient. Zu sehen
gibt´s eine Auswahl aus Mehmet Emirs Fotodokumentation sowie pornografische
Fotoserien aus den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts – Auszüge aus der
umfangreichen "Secreta-Sammlung" der Wienbibliothek im Rathaus, die
lange Zeit der Öffentlichkeit vorenthalten war und im Rahmen der Langen Nacht
der Liebe „geöffnet“ wurde. Fotograf: Mehmet Emir, Ausstellungsgestaltung: Wolfgang Bledl Eröffnung:
Dienstag, 6.11., 19.30 Uhr, im Rahmen der Abendveranstaltung Ort: Aktionsradius Wien | 1200 Wien, Gaußplatz 11, Tel. 332 26 94,
www.aktionsradius.at Öffnungszeiten:
bis 21.12., MO-DO 10.00-17.00 Uhr, bei Veranstaltungen oder nach
Vereinbarung. |
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bitte Bild anklicken. Foto: Michaela
Mandel |
„Das halbe Quartett ... und Muna tanzt“ IMPRESSIONEN
AUS DEN SEPARÉES. Eine Frau mit Vergangenheit alias Sü-Vaal erzählt
in unvergesslich schönen, manchmal auch bösen Liedern von ihren Erfahrungen
in Sachen Liebe. Pater Pavel begleitet sie mit der Gitarre. Zusammen nennen
sie sich „Das halbe Quartett“. Ein ganzes Quartett wäre übrigens allein schon
an der Raumüberfüllung gescheitert. Ihr Auftritt in einem der Luxus-Séparées
des Hotel Orient zählte zu den Höhepunkten der Langen Nacht der Liebe. www.dashalbequartett.biz In einem anderen Séparée tanzte Muna. Am Gaußplatz
ist sie zwischen beiden Sets des „Halben Quartetts“ zu bewundern. Die
französischen Schriftsteller Émile Zola und Gustave Flaubert
bezeichneten den Orientalischen Tanz als "Danse du ventre". Wohl
deshalb ist bei uns der Begriff „Bauchtanz“ gebräuchlich. In der arabischen Welt wird der
Solo-Tanz der Frauen "Raqs Sharqi" genannt: "Tanz des
Ostens". Die deutsche Bezeichnung "Orientalischer Tanz"
erscheint also korrekter zu sein. Tänzerin Muna´s Kommentar dazu: sie tanzt
und tanzt und tanzt... Die das Liebesmonat begleitende Ausstellung
vermittelt fotografische Eindrücke von der Langen Nacht der Liebe im Hotel
Orient. Beginn: 19.30
Uhr, Eintritt: 10 Euro Ort: Aktionsradius Wien | 1200 Wien, Gaußplatz 11, Tel. 332 26 94,
www.aktionsradius.at |
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„Sex sells. Ein Gespräch über Kunst“ PODIUMSDISKUSSION Sex und Kunst
sind ein aufregendes Paar. Die Aufregung ist gute österreichische Tradition.
Die Erotik in der Kunst von Gustav Klimt und Egon Schiele, das sexuelle Thema
im Werk von Arthur Schnitzler sorgten für die Konflikte der frühen Moderne.
Die Happenings des Wiener Aktionismus, die Orgien-Mysterien-Spiele von
Hermann Nitsch und die Videos von Valie Export verletzten die Anstandsregeln
der zweiten Republik. Der jüngste Roman von Robert Menasse oder die Filme der
österreichischen Gegenwartsregisseure geraten immer noch an Leute, die
irritiert sind. Immer noch geht es um Sex. Der Unterschied: Der Vorwurf der
Anstandsverletzung ist dem Vorwurf der Kommerzgeilheit gewichen.
Selbstverständlich, heißt es, ist Sexualität Thema der Kunst. Und
selbstverständlich ist Kunst Ware. Aber darf Kunst sich mit dem Mittel der
Sexualität verkaufen? Wenn nicht: Könnte Kunst dann Ware bleiben? Und mit
welchen Kriterien trennt man Erotik und Pornographie? Es diskutieren:
Tanja Brandmayr, Prof. Wolfgang Herzig, Barbara Kraus, Miki Malör, Franz
Schandl, Ulrich Seidl (angefragt), Magdalena Steiner, Suzie Wong. Moderation:
Dr. Dieter Schrage. Zum Einstieg eine Performance von Miki Malör aus dem Zyklus „Anima“: „TITI IKOLI“ heißt „1000 Mösen, sind kein Gegenstand von Beleidigungen, wunderschön, wunderschön!“. Wunderschöne Musik. Ethnologische Texte. Eine Frau kommt und macht die Beine breit. Sie zeigt ihre Mösen. www.maloer.org Beginn: 19.30
Uhr, Eintritt frei Ort: Aktionsradius Wien | 1200 Wien, Gaußplatz 11, Tel. 332 26 94,
www.aktionsradius.at |
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Eugen Bartmer:
„Privatanzeige“ LESUNG Mehmet Emir:
“Lange Nacht der Liebe” MULTIMEDIA-SHOW „Von Ihrer Anzeige bin ich, wenn auch
verspätet, tief beeindruckt. Hoffentlich sind Sie noch frei. In Wirklichkeit bin
ich viel schöner, als auf dem beigelegten Photo. Tanzen Sie gerne? Spielen
Sie gerne Tennis?“ Eugen Bartmers Kurzgeschichte „Privatanzeige“, die in
seinem 2004 von M.E.L Kunsthandel herausgegebenen Textebuch „suffisticated“
enthalten ist, endet mit dieser Zuschrift. Bartmer schildert mit seinem ihm
eigenen Humor, was passierte, nachdem er in einer verzweifelten Lage
beschlossen hatte, mithilfe von Zeitungsinseraten die Suche nach Liebe
anzutreten. Eugen Bartmer, geboren 1937 in Wien, war bis 1994 als Maschinenschlosser
tätig. Seit 1976 schreibt er, 1980 erhielt er den Theodor Körner-Preis. Er
ist Mitglied der Grazer Autorenversammlung und veröffentlichte unter anderem
„Trockendock Kalksburg“ und „Der Speibteufel“. Nach der Lesung
vermittelt die Multimedia-Show von Mehmet Emir ein aus vielen Bildern und aus
Musik entworfenes Gesamtbild des Erwartungen aller Art stimulierenden
Spektakels, das zum Anlass dieser November-Veranstaltungsreihe wurde: die
Lange Nacht der Liebe im Mai 2007 im Stundenhotel Orient. Mehmet Emir,
Schöpfer der ebenso illustrativen wie ästhetischen halbstündigen
Dokumentation, ist Musiker, Fotograf und Sozialarbeiter und stammt aus einem
kurdischen Gebiet der Türkei. Beginn: 19.30
Uhr, Eintritt: 5 Euro Ort: Aktionsradius Wien | 1200 Wien, Gaußplatz 11, Tel. 332 26 94,
www.aktionsradius.at |
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„Projektionen
der Sehnsucht. 12 ausgewählte Saturn-Filme 1906-1910“ EROTISCHE
FILMDOKU DES FILMARCHIV AUSTRIA Die Wiederentdeckung eines gleichermaßen
erotischen wie skurrilen Stücks Kultur- und Sittengeschichte ist der
Forschertätigkeit des Filmarchiv Austria zu verdanken. Projektionen der
Sehnsucht ist der Titel dieser Monographie über die Firma Saturn aus Wien,
die zwischen 1906 und 1910 eine Reihe "pikanter" Kurzfilme
herausgebracht hat. Dabei handelte es sich um die ersten in Österreich
produzierten Filme überhaupt. In ihnen wurde gezeigt, worüber der anständige
Bürger des Fin de siècle nicht sprach: Schleiertänze molliger "süßer
Mädel", nymphomane Ehefrauen und Badefreuden im Evakostüm. Die Kurzfilme der österreichischen Firma
Saturn sind eine Videoexkursion zu den erotischen Anfängen des heimischen
Kinos. Pikante Sujets, faszinierende Cineastik und kommentierte
österreichische Filmgeschichte präsentieren die Herausgeber Ernst Kieninger
und Michael Achenbach bei diesem Filmabend im Aktionsradius Wien. Beginn: 19.30
Uhr, Eintritt: 5 Euro Ort: Aktionsradius Wien | 1200 Wien, Gaußplatz 11, Tel. 332 26 94,
www.aktionsradius.at |
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O N S T I G E S * S O N S T I G E S *
S O N S T I G E S |
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Sonntage, 25.11.2007 | 27.01.2008 Zum letzten Mal in diesem Jahr lädt das
Philosophische Café am Monatsende zum anregendsten Sonntagsfrühstück der
Stadt. Moderation: Dr. Josef Rhemann, Professor für Philosophie an der
Universität Wien (Arbeitsschwerpunkte: Gesellschaftstheorie, Theorie der
Sexualität, Kritik der Postmoderne). Die Themen werden vom Publikum ausgewählt. Zeit: 10.00 –
13.00 Uhr; Eintritt: frei |
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TIPP: Das ideale Weihnachtsgeschenk Vergnügliche Erzählungen, musikalische
Beiträge, Erinnerungen von Bezirksbewohnern und Anekdoten aus alten Zeiten ... In dieser Reihe sind bisher folgende
Bezirke erschienen: Landstraße (03.), Favoriten (10.), Ottakring (16.),
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V O R S C H A U *
V O R S C H A U * V O R S C H A U |
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Dezember 2007: Für das
ausführliche Programm sowie Fotodownload klicken Sie bitte auf folgenden
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A B S
C H I E D V O N T I N A |
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Unsere Kollegin
Tina Dermitzakis (46) ist am 13.
September 2007 für uns alle
überraschend an Krebs verstorben. Tina, wir
vermissen Dich! |