
Aktionsradius Wien / Oktober 2007:
UNS IST ALLES WURST
Der Wienerische Spruch „Mia is olas
wuarschd“ rutscht oft in ein Bedeutungsspektrum von Desinteresse über
Gleichgültigkeit bis Resignation hinab. In unserem Fall steht die Redewendung für
GELASSENHEIT als Stil der Alltagsbewältigung, u.a. im Sinn eines Ausstiegs aus
der „Jetzt geht´s um die Wurst!“-Hektik. Als Kulturvermittler hilft uns die
Gelassenheit, dem Zwang zu entgehen, im Kulturprogramm auf die „Skandale“ zu
reagieren, die Politik und Medien jeweils zu Quotenrekorden verhelfen sollen –
als ob nicht die gesellschaftliche Realität, sondern nur deren negativste
Auswüchse zu skandalisieren wären. Was immer im Oktober 2007 die Titelblätter
zum Thema des Tages erklären – uns ist es wurst: Wir machen die Wurst zum
Thema, die allegorische, aber besonders die reale.
Weil´s eh wurst ist, wie man das Thema
einleitet, weisen wir auf die Schibboleth-Funktion des Wortes Wurst hin. Ein
Schibboleth ist eine sprachliche Besonderheit, anhand derer sich ein Sprecher
einer sozialen oder regionalen Zugehörigkeit zuordnen lässt. Es handelt sich um
vermeintlich leicht auszusprechende Wörter, die dann jedoch die Herkunft des
Sprechers verraten, ohne dass dieser bei der Aussprache das Gefühl des Scheiterns
hatte. „Schornsteinfeger Stefan fischt im Nest nach Wurst." Je nach
Herkunft kann das „st“ nie, einmal, zweimal, dreimal oder viermal wie „scht“
gesprochen werden. Owa uns is wuaschd, woher die Leut´ kommen: Alle haben ein
Grundrecht auf ausreichend wirkliche
Wurst, und wenn´s eine vegetarische ist...
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D A S M O N A T S T H E M A /
Ü B E R S I C H T (gehe mit >> zu den jeweiligen
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AUSSTELLUNG DES MONATS: RUDI HÜBL’S
PLAKATWÜRSTE |
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Dienstag, 2.10. Heute ist uns alles Wurst KOCHTHEATER MIT KURT PALM.
Ausstellungseröffnung |
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Dienstag, 9.10. Der Kaffee sah aus wie altes geronnenes
Gänseblut ESSEN UND TRINKEN MIT FRANZ KAFKA.
KOCHTHEATER |
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Freitag, 12.10. Knast, Kunst, Kitsch, Kröten, Krispel &
Kos DIE NACHT DER STRASSENZEITUNG
AUGUSTIN |
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Dienstag, 16.10. Erst kommt das Fressen, dann kommt die
Moral ESSEN UND TRINKEN MIT BERT BRECHT.
KOCHTHEATER |
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Donnerstag, 18.10. „Heut muss der Tisch sich völlig bieg´n“ ERÖFFNUNG KOCHBUCHAUSSTELLUNG.
Wienbibliothek |
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Dienstag, 23.10. Supe Taube Spargel sehr sehr gut ESSEN UND TRINKEN MIT ADALBERT STIFTER. KOCHTHEATER |
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Dienstag, 30.10. Wurstverkostung mit dem Männergesangsverein der Wiener Fleischer DIE WURSTSPRACHE |
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H E R B S T I N
D E R A U G A R T E N S T A D
T / Ü B E R S I C H T (gehe mit >> zu den jeweiligen
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Sonntag, 23.9. Erntedank in der AugartenStadt POMALI POMALI |
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Dienstag, 25.9. Vergesst Loidl! Lest seine Bücher! HOMMAGE AN CHRISTIAN LOIDL |
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Sonntage, 30.9. | 28.10. | 25.11. Philosophisches Café DAS ANREGENDSTE SONNTAGSFRÜHSTÜCK |
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Freitag, 5.10. – ACHTUNG TERMINÄNDERUNG „Allen Menschen gewidmeter Erlustigungsort ...“ PARKPARTIE AUGARTEN |
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Freitag, 26.10. Zwei Wege in den Untergrund STADTFLUCHT |
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Mittwoch, 31.10. „Badeschluss in der Bunkerei.“ SAISONABSCHLUSS-FEST MIT DJ-LINE |
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V O R S C H A U /
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Vorschau November Die Lange Nacht der
Liebe ... glüht bis November! |
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Aktionsradius Wien / Oktober 2007
UNS IST ALLES WURST
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D A
S M O N A T S T H E M A I M
D E T A I L : |
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AUSSTELLUNG DES MONATS: RUDI HÜBL’S
PLAKATWÜRSTE Die Sammlung der Plakatmaschee-Würste des
Volxkünstlers Rudolf Hübl wird am 2.10. im Rahmen des Wurst-Kochtheaters durch
die „Fleischerinnung“ der AugartenStadt „offiziell“ eröffnet, aktionistisch
begleitet durch eine Live-Verwurstungsperformance Hübls. Rudi Hübl verwendet
als Material ausschließlich Plakate, die auf Festivals, Ausstellungen oder
Konzerte hinweisen, die den Größen der nationalen Kultur gelten, den
blockbustergerechten Symbolfiguren wie Schiele, Mozart oder Klimt. Die
Wursthäute lassen bei genauer Ansicht das Herkunftsplakat bzw. die Person, um
die es geht, erkennen. Die Verwurstung dieser Sorte von Plakaten ist auch als
Intervention des „Wildplakatierers“ Rudolf Hübl gegen den „Krieg“ der
Großveranstalter gegen die kleinen Kulturvermittler-Projekte und -Vereine
gedacht. Die Großveranstalter, die ohnehin reichlich viel PR-Raum in Medien
aller Art vorfinden, können mit ihren Geldmitteln die Plakatieraktionen der
armen Kunst (der mediale Einschaltungen aus Geldmangel verschlossen bleibt)
durch schamloses Überkleben sabotieren. Für die Ausstellung muss sich Hübl
allerdings ins Zeug legen. Denn bei der "ARTmART“ im Wiener Künstlerhaus
im Juni, wo eine Woche lang mehr als 2000 Werke von 200 verschiedenen
Künstlern ausgestellt, getauscht und verkauft wurden, und zwar alles zum
Einheitspreis von 70 Euro, brachte der Exponent „urbaner Volxkunst“
(Selbstdefinition) fast die gesamte verbliebene Wurstware = Kunstware an den
Mann und an die Frau. Eröffnung:
Dienstag, 2. Oktober, 19.30 Uhr, im Rahmen des Wurst-Kochtheaters, mit
Live-Verwurstungsperformance Ort: Aktionsradius Wien | 1200 Wien, Gaußplatz 11, Tel. 332 26 94,
www.aktionsradius.at Öffnungszeiten:
bis 30. Oktober, MO-DO 10.00-17.00 Uhr, |
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bitte Bild anklicken. Foto: Michaela
Mandel |
Heute ist uns alles Wurst KOCHTHEATER MIT
KURT PALM. Ausstellungseröffnung Der „Wurstmonat“ startet
mit der Premiere von Kurt Palms neuestem Kochtheater. Die Besucher erwartet ein dichtes
Programm: Live-Wurstzubereitung durch die „Wursthaberer“; Animationsfilm „Die
wunderliche Gasterei“ von Michaela Mandel nach den Gebrüdern Grimm; „Was
heißt Wurst auf Türkisch?“, ein Filmbeitrag von „Augustin TV“; Rudi Hübls
Plakatmaschee-Würste, Live-Verwurstungsperformance und Ausstellungseröffnung
(siehe Ausstellung des Monats). Im Mittelpunkt dieses Abends steht ein
Nahrungsmittel, das bereits in Homers „Odyssee“ lobende Erwähnung findet: die
Wurst. Dass heute ca. 1500 Wurstsorten im Handel sind, beweist, dass dieses
Genussmittel seither einen wahren Siegeszug um die Welt angetreten hat.
Folgerichtig gilt für die Veranstaltung am 2. Oktober das Motto: „Heute ist
uns alles Wurst“. Beginn: 19.30 Uhr,
Eintritt: 10 Euro (kein Essen inkludiert) Ort: Aktionsradius Wien | 1200 Wien, Gaußplatz 11, Tel. 332 26 94,
www.aktionsradius.at |
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Der Kaffee sah
aus wie altes geronnenes Gänseblut ESSEN UND TRINKEN
MIT FRANZ KAFKA. KOCHTHEATER Essen und Trinken spielen
in der Literatur des „Hungerkünstlers“ Franz Kafka eine größere Rolle, als
man gemeinhin annehmen würde. Da Kafka allerdings schon in frühester Jugend
eine gewisse Aversion gegen bestimmte Nahrungsmittel entwickelte und er vor
allem den Verzehr von Fleisch verabscheute, wird in seiner Literatur der
Vorgang der Nahrungsaufnahme meist in negativen Zusammenhängen geschildert.
Nichtsdestotrotz wird Kurt Palm an diesem Abend das eine oder andere Kafka-Gericht
zubereiten und diesem Schriftsteller somit auch ein kulinarisches Denkmal
setzen. Kochtheater mit Kurt Palm. Live-Musik: Fritz Ostermayer. Beginn: 19.30 Uhr,
Eintritt: 10 Euro (kein Essen inkludiert) Ort: Aktionsradius Wien | 1200 Wien, Gaußplatz 11, Tel. 332 26 94,
www.aktionsradius.at |
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Freitag, 12.10.
Knast, Kunst, Kitsch, Kröten, Krispel &
Kos DIE NACHT DER
STRASSENZEITUNG AUGUSTIN Zur "Nacht des Augustin" mit vielen
künstlerischen Höhepunkten laden die Straßenzeitung Augustin und das Wien
Museum. Die Spendenerlöse der Veranstaltung, die im Rahmen der laufenden
Ausstellung "Ganz unten. Die Entdeckung des Elends" im
Erdgeschoss des Wien Museums stattfindet, gehen an die "Wiener
Tafel", eine unabhängige "soziale Umverteilungsmaschine",
sprich Lebensmittelversorgungs-Projekt für Gestrandete. Fritz Ostermayr und
seine „Neigungsgruppe Sex, Gewalt und Gute Laune“, „The Red River Two“
(Rainer Krispel und Ernst Molden), Slavko Ninic mit der kompletten oder
reduzierten Tschuschenkapelle, das Stimmgewitter Augustin, Max Nagel und
andere auratische Figuren und Figurenensembles der österreichischen
Musikszene geben einander ein sechsstündiges Stelldichein, unterbrochen von
Beiträgen aus anderen Genres, zum Beispiel der goscherten Kleinkunst
(verkörpert durch Thomas Maurer), der schönen Literatur und der irritierenden
sozialen Aktion. Die schönsten Häfen-Peckerl
gesucht! Klaus Pichler, Forscher in Sachen Gefängnis-Tätowierungen, moderiert
straff die Häfen-Peckerl-Show im Rahmen der „Nacht des Augustin“. Der
Augustin sucht Ex-Häftlinge, denen es nichts ausmacht, ihre mit Tattoos
veredelte Haut öffentlich herzuzeigen. Der Ruhm ist ihnen sicher, vielleicht auch
ein kleines Geschenk. Beginn: 19.00 Uhr, Eintritt: Spenden für
"Wiener Tafel" Ort: Wien Museum am Karlsplatz
| 1010 Wien, Maderstr. 2, Info: Tel. 587 87 90, www.augustin.or.at |
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Dienstag, 16.10.
Erst kommt das
Fressen, dann kommt die Moral ESSEN UND
TRINKEN MIT BERT BRECHT. KOCHTHEATER Auch wenn sich der Marxist Brecht nach
außen hin gerne als Asket gab, war er im privaten Leben durchaus kein Kostverächter
und legte stets Wert auf gutes Essen. Dass er selbst nicht kochen konnte,
störte ihn dabei wenig, da er ja ständig von Frauen umgeben war, die ihm
seine Lieblingsgerichte zubereiteten. Eine wichtige Rolle spielte dabei die
aus Wien stammende Helene Weigel, die sich aufgrund ihrer exzellenten
Kochkünste immer wieder gegen ihre Rivalinnen durchsetzte. Die
Riesenkäsebrote von Brechts Freundin Ruth Berlau konnten eben nicht mit den
Pilzgerichten, dem Brathuhn oder dem Apfelstrudel von Helene Weigel
mithalten. Kochtheater mit Kurt Palm. Live-Musik: Jella Jost singt Brecht. Beginn: 19.30
Uhr, Eintritt: 10 Euro (kein Essen inkludiert) Ort: Aktionsradius Wien | 1200 Wien, Gaußplatz 11, Tel. 332 26 94,
www.aktionsradius.at |
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Donnerstag, 18.10.
„Heut muss der
Tisch sich völlig bieg´n“ ERÖFFNUNG
KOCHBUCHAUSSTELLUNG. Wienbibliothek „Heut’ muss der Tisch sich völlig bieg’n“ betitelt
die Wienbibliothek ihre neue Ausstellung – frei nach einer Lokalposse Johann
Nestroys "Zu ebener Erde und erster Stock". Die Themenvitrinen
zeigen typische Wiener Speisen in
Form von handgeschriebenen Kochbüchern, Drucken, Zeitungsausschnitten und
Plakaten, dazwischen verdeutlichen Hörstationen und Screens mit Ausschnitten
legendärer Kochsendungen die Bedeutung der Wiener Küche als Ideologieträger
und nationales Identitätsmerkmal. Wenn Sie sich immer schon gefragt haben,
wie sich Würstl, Schweinsbraten, Schnitzel und Co. in den letzten 300 Jahren
verändert haben, aus welcher Weltgegend der Strudel ursprünglich stammt, wie
„Paradiessuppe“ und „Schwarze Seelen“ schmecken könnten, um welches essbare
Tier es sich bei „Sulmtaler Gelbfiassl“ handelt, wie viele Kronen Sie für
Pferdefleischwurst nach 1914 berappen mussten, welche als „Champagner“ unter
den Würsten bezeichnet wird und ob Hot Dogs wirklich in den USA erfunden
wurden, dann besuchen Sie die Ausstellung in der Wienbibliothek! Beginn: 19.30 Uhr,
Eintritt: frei Ort: Wienbibliothek im Rathaus | 1010 Wien, Eingang Lichtenfelsgasse /
Stiege 4 / 1. Stock, Öffnungszeiten bis 9.5.2008: Mo-Do 09-18.30 Uhr, Fr
09-16.30 Uhr Weitere Termine in der
Wienbibliothek: 19.10., 15.00 Uhr:
Kuratorenführung 25.10., 17.00 Uhr:
Kuratorenführung 15.11., 19.30 Uhr:
Präsentation Ausstellungskatalog 17.11., 15.00 Uhr:
Literarisches Menue (Lesung) Infos / Anmeldung:
Wienbibliothek im Rathaus, Tel. 4000-84926, oeffentlichkeitsarbeit@wienbibliothek.at,
www.wienbibliothek.at |
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Supe Taube
Spargel sehr sehr gut ESSEN UND
TRINKEN MIT ADALBERT STIFTER. KOCHTHEATER Adalbert Stifters exzessive
Ess- und Trinkgewohnheiten stehen in krassem Widerspruch zum asketischen
Lebenswandel seiner literarischen Figuren. Während Stifter in rauhen Mengen
Haselhühner und Krammetsvögel, Tauben und Rebhühner, Rindfleisch und
„Frankfurter“ oder Zwetschkenknödel und Striezel verspeiste und dazu
reichlich Bier und Wein trank, müssen sich die Protagonisten seiner Bücher
mit einem Butterbrot oder einer Schale Milch begnügen.Anhand von Briefen und
autobiographischen Aufzeichnungen rekonstruiert Kurt Palm kochenderweise Stifters
kulinarische Vorlieben und ihre biographischen und kulturhistorischen
Hintergründe.Kochtheater mit Kurt Palm; Live-Musik: Hans-Peter Falkner (50 %
von „Attwenger“). Beginn: 19.30 Uhr, Eintritt: 10 Euro (kein
Essen inkludiert)
Ort: Aktionsradius Wien | 1200 Wien, Gaußplatz 11, Tel. 332 26 94,
www.aktionsradius.at |
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Wurstverkostung mit dem
Männergesangsverein der Wiener Fleischer DIE WURSTSPRACHE Wissens aus was die
Knackwürscht san? Aus die Rest vom Leberkas. Und woraus is der Leberkas? Aus
die Rest von de Knackwürscht! Und so geht das ewig weiter.... So Josef Hader
in Murnbergers Film „Silentium“ nach einem Roman von Wolf Haas. Was wird Herrn Komm. Rat
Erwin Fellner und Herrn Ing. Herbert Rosenstingl – ersterer renommiertester
Fleischhauer in der Brigittenau, letzterer Lebensmitteltester aus der
Untersuchungsanstalt AGES – zu Knackwurst und Leberkäs einfallen? Die beiden
Experten und „Abgeordnete“ des so genannten „Wurstparlaments“ zelebrieren
eine Wurstverkostung in einem Stil, der bisher dem Weine vorbehalten war.
Passend dazu der Live-Auftritt des Männergesangsvereins der Wiener Fleischer. Beginn: 19.30
Uhr, Eintritt: 10 Euro (inkl. Wurstkostproben) Ort: Aktionsradius Wien | 1200 Wien, Gaußplatz 11, Tel. 332 26 94,
www.aktionsradius.at |
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H E R B S T I N
D E R A U G A R T E N S T A D
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Erntedank in der
AugartenStadt POMALI POMALI Das Pomali-Erntedankfest in
Kooperation mit der Pfarre Gaußplatz läutet in der AugartenStadt traditionell
den Herbst ein. Der Tag startet mit einem feierlichen Erntedank-Gottesdienst
am Kirchenvorplatz (9.30 Uhr), und anschließend wird zum stimmungsvollen
Frühschoppen unter den Kastanien aufgespielt. Für Speis und Trank sorgt das
Team der Pfarre. Bei Schlechtwetter findet die Messe in der Kirche und der
Frühschoppen im Pfarrsaal statt. Musik: Duo Albin (Akkordeon
& Schlagzeug) & Kazimierz (Klarinette). Beginn: 9.30 Uhr Erntedankgottesdienst,
10.30 Uhr Frühschoppen; Eintritt frei Ort: Kirche Gaußplatz | 1200 Wien, Gaußplatz 14 |
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Vergesst Loidl!
Lest seine Bücher! HOMMAGE AN
CHRISTIAN LOIDL Fast sechs Jahre nach seinem Tod im Dezember 2001 ist das Interesse an
Leben und Werk des aus Linz stammenden Dichters und Performers Christian
Loidl immer noch wach. Schon zu Lebzeiten galt er als einer der
interessantesten und zugleich am wenigsten bekannten Lyriker, dem es gelang,
das poetische Erbe der Beat Generation eigensinnig weiterzuspinnen. Im
September wäre er 50 geworden – ein Grund mehr, ihn zu würdigen und dafür bei
seinen Texten anzusetzen. Der Zugang zu diesen scheint gegenwärtig jedoch erschwert, einerseits
durch die höchst unklare Situation rund um seinen Verlag edition selene,
andererseits durch eine gewisse Form des posthumen Personenkults, die sich in
seinem persönlichen Umfeld etabliert hat. Dieser Abend will diesbezüglich
Abhilfe leisten: Eröffnet wird der Abend durch die offizielle Augartenhymne
(Text: Loidl, Lechner, Vertonung: Erke Duit) und das „Kleine Lied vom Tod“
(Text & Vertonung: Erke Duit), dargebracht vom „Gregorianischen
Quartett“. Die Schauspielerin Martina Spitzer wird anschließend ausgewählte
Texte aus Loidls Werk lesen, kommentiert von den Literaturwissenschaftern
Michael Hammerschmid und Helmut Neundlinger. Ihre Reflexionen kreisen um den Begriff der Schwelle, denn Loidl
interessierte sich in seiner künstlerischen Arbeit vorwiegend für Phänomene
des Übergangs zwischen verschiedenen Bewusstseinszuständen und
Wahrnehmungsebenen. Er improvisierte Sätze an der Schwelle vom Wachen zum
Schlaf, experimentierte mit bewusstseinserweiterten Drogen, erforschte in
seinen „Zaubersprüchen“ den Dialekt als Sprachschwelle und ließ all diese
Erfahrungen in seine Poesie einfließen. Zum Abschluss betreten mit Marwan Abado und Otto Lechner zwei langjährige
musikalische Weggefährten die Bühne, um mit ihren Improvisationen in einen
Dialog mit Loidls Sprachwelt zu treten. Beginn: 19.30 Uhr, Eintritt: 8 Euro Ort: Aktionsradius Wien | 1200 Wien, Gaußplatz 11, Tel. 332 26 94,
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Sonntage, 30.9. | 28.10. | 25.11. Philosophisches
Café DAS ANREGENDSTE
SONNTAGSFRÜHSTÜCK Nach
der Sommerpause startet das Philosophische Café wieder zur traditionellen
Sonntagsdiskussion und lädt jeweils am Monatsende zum anregenden
Sonntagsfrühstück. Moderation: Dr. Josef Rhemann, (Philosophieprofessor / Uni
Wien) Zeit: 10.00 – 13.00 Uhr; Eintritt: frei
Ort: Aktionsradius Wien | 1200 Wien, Gaußplatz 11, Tel. 332 26 94,
www.aktionsradius.at |
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Freitag, 5.10.- ACHTUNG TERMINÄNDERUNG! „Allen Menschen
gewidmeter Erlustigungsort ...“ PARKPARTIE
AUGARTEN Joseph II. hatte wesentlichen Einfluss auf die Entwicklung des Augartens.
1775 öffnete er den Park als ersten kaiserlichen Garten für die Bevölkerung mit
der Widmung „Allen Menschen gewidmeter Erlustigungsort von Ihrem Schaetzer“.
Seine Reformen waren auch deshalb so bemerkenswert, weil sie nicht nur zur
„Veredelung des Gartens“ gedacht waren, sondern der Bevölkerung Freude und
Erholung bringen sollten. Mehr Geschichte und Geschichten über den ältesten
Barockgarten Wiens bei einem spätsommerlichen Spaziergang mit Regina Macho. Beginn: 16.00
Uhr, Eintritt: 11 Euro, Jugendliche (15-19 Jahre): 4 Euro, Kinder bis 14
Jahre: Eintritt frei Anmeldungen erbeten unter Tel. 332 26 94 Treffpunkt: Vorplatz Gaußplatz 11 | 1200 Wien |
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Zwei Wege in den
Untergrund STADTFLUCHT Der Nationalfeiertag ist zum traditionell
letzten Wandertag vor der Winterpause verkommen. Vielleicht ist das gar nicht
schlecht. „Patriotismus verdirbt die Geschichte“, so wird Johann Wolfgang von
Goethe oft zitiert. Vom Nationalismus gar nicht zu reden. Der 26. Oktober ist
aber auch zum Tag der Waffenschau des Bundesheeres verkommen. Ein Grund mehr,
aus der Stadt zu flüchten – und in den Untergrund zu gehen. Wir laden zum
Ausflug ins Weinviertel ein: Zu den Erdställen von Althöflein und in ein
Weinkeller-Labyrinth in Herrnbaumgarten! In unserer allseits entzauberten Welt sind
die Reste von Rätselhaftigkeit für manche ein Labsal. Das Rätsel der
Erdställe lässt sich am besten in Althöflein (Gemeinde Großkrut)
vergegenwärtigen. Die angeblich größte zusammenhängende Erdstallanlage
Mitteleuropas befindet sich – quasi als Kellersystem unter den Kellern – am
Kapellenberg, einer der schönsten „Kellergassen“ des Weinviertels.
Geheimnisvoll ist die Funktion dieser ca. 1000 Jahre alten unterirdischen
Anlagen, die über die Weinkeller zugänglich sind, die aber Generationen über
Generationen geheim gehalten worden waren. In der gleichbleibend kühl temperierten
Luft des weitläufigen Kellerlabyrinths des Herrnbaumgartner
Avantgarde-Winzers Friedl Umschaid (auch als Stadtrat zur Verwertung
überschüssiger Ideen der AugartenStadt bekannt) lässt sich der Wein in der
Heimeligkeit seines Werdens am schönsten verkosten. Aber das Kellersystem
dient auch größeren Zwecken. Alljährlich im Jänner findet tief unter den
Wurzeln der Weinstöcke das rauschende Fest namens „Erdball“ statt, und
jährlich am 26. Oktober erfreut sich der unterirdische Weinwandertag für
Kurzwanderer immer größerer Beliebtheit. Der „Weinwandertag unter der Erd´“
vermischt sich mit dem „Weinwandertag und Fest ober der Erd´“ – open air in
der wunderschönen Herrnbaumgartner Kellergasse – diesmal dem wahren Helden
des Gehsteigs, dem „Verlorenen Socken“ gewidmet. Aber auch ein Besuch im
Nonseum oder individuelle Spaziergänge sind möglich ... Stadtflucht-Programm: 09.00 Treffpunkt Aktionsradius Wien,
Gaußplatz 11 10.45 Führung durch die Althöfleiner
Erdställe (Eintritt: 3 Euro) 13.00 Ankunft in Herrnbaumgarten,
Mittagessen in der Kellergasse Langer Berg 14.00 Start des „Weinwandertag unter der
Erd’“ (Weinverkostung von100 Weinen: 8 Euro) 16.00 Konzerte in der Kellergasse, open
air: 4xang mit Wilfried, Deishovida 17.00 Abschlusskundgebung für den
„Verlorenen Socken“ mit Trauergedenkminute ca. 21.00 Uhr Rück-Ankunft am Gaußplatz 11 Kostenbeitrag /
Busfahrt: 18 Euro (Eintritte sowie Essen / Trinken nicht inkludiert) Anmeldungen bis
16. Oktober unter Tel. 332 26 94! |
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„Badeschluss in
der Bunkerei.“ SAISONABSCHLUSS-FEST
MIT DJ-LINE Auch heuer wieder wird das Saisonende in der Bunkerei mit einem großen
Fest und guter Laune kräftig betrauert, um sich zum Badeschluss mit einer
heißen DJ-Line von den Gästen zu verabschieden und in den Winter abzutauchen.
Beginn: 20.00
Uhr. Die Räume sind ungeheizt, bitte klamottenmäßig darauf einstellen.
Eintritt frei Ort: Bunkerei im Augarten | 1020 Wien, Obere
Augartenstraße 1a, Tel. 0650 / 850 26 62, www.bunkerei.at |
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V O R S C H A U *
V O R S C H A U * V O R S C H A U |
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NOVEMBER:
Die Lange Nacht
der Liebe ... glüht bis November!
Seit seinem Bestehen bescherten die „Lange
Nacht der Liebe“ (im Stundenhotel „Orient“) und die Erotik-Hotline (Literatur
aus dem Telefonhörer) dem Aktionsradius ein mediales Interesse wie nie zuvor.
Ein halbes Jahr danach machen wir diesen Hype zum Thema: Was tun mit Erfolgen
der Kulturarbeit, die auf dem SEX SELLS-Prinzip basieren? |
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