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Aktionsradius Wien /
Sept. 2008:
SYMPOSIUM - “Ist das Wienerlied
tot?”
Eine Kooperation von Aktionsradius
Wien, Kulturverein Narrendattel und der Wienbibliothek im Rathaus
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Ist das Wienerlied tot? Was zählt eigentlich zum Wienerlied? Warum fehlt
im traditionellen Wienerlied weitgehend das Thema Nummer 1 der weltweiten
Folklore – die Liebe? Wie aktuell ist die Musik der Schrammel-Brüder? Was hat
die Heurigen-Musik mit Wiener Musik zu tun? Was ist Wiener Musik? Kann das
Wienerlied den Tod des Wiener Wirtshauses überleben? Kann das Wirtshaus
seinen angekündigten Tod überleben? |
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K O I D = W O A
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Freitag, 26.
September
1. Akt: Stammersdorf
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Samstag, 27.
September 2. Akt: Grinzing
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Sonntag, 28.
September Wie jedes Jahr wird
der Sommer mit dem Erntedankfest am Gaußplatz „ausgeläutet“. Hierzu lädt die
Pfarre Muttergottes im Augarten gemeinsam mit dem Aktionsradius Wien zum
traditionellen Erntedank-Frühschoppen auf den Kirchenvorplatz Gaußplatz ein:
Um 9.30 Uhr beginnt die Sonntagsmesse der Pfarre (open air), anschließend
spielen Walther Soyka (Akkordeon) und Karl Stirner (Zither) bis ca. 13.00 Uhr
zum Wienerlied-Frühschoppen auf. Kulinarisch versorgt wie immer das Team der
Pfarre.
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Sonntag, 28.
September
Zum Sommerausklang
wird noch ein letztes Mal open air im Bunkerei-Gastgarten musiziert:
Christina Zurbrügg & Michael Hudecek sowie Walther Soyka nehmen das
Publikum mit auf eine Reise durch Wienerlieder, ausgelassene Jodler und
Dudler.
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Montag, 29.
September Das Wienerlied ist
eine Herzensangelegenheit und ein Problem. Erblich erheblich vorbelastet mit
Kitsch und Heurigenseligkeit, Chauvinismus und Larmoyanz, hat es in
zeitgenössischen Reinkarnationen wieder zu seiner wilden, undisziplinierten
Seite gefunden: Dann tönt es unverblümt und offen, komisch und hintersinnig,
poetisch und zart, düster und manchmal so traurig-schön, dass es einem das
Herz zerreißt. Auch die in diesem Sinne musizierenden Forscher und Sammler,
Melancholiker, Provokateure und Umstürzler, die in Karin Bergers
Dokumentarfilm Herzausreisser ausführlich zu Wort kommen, haben zum
Wienerlied ein anhaltend ambivalentes Verhältnis. Aber sie haben sich dieses
Stück Wiener Populärkultur, von dem keiner endgültig sagen kann, was es nun eigentlich
ist, auf ihre je eigene Weise erarbeitet und anverwandelt. „Identitätskrisen“
überwunden, Klischees und Vorurteile ausgemustert, Vorbilder und Klänge
ausgeforscht, ihre Instrumente gefunden. Auch von diesen individuellen
Aneignungsprozessen erzählt der Film (Navigator Film).
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Dienstag, 30.
September MusikerInnen,
VeranstalterInnen und MedienvertreterInnen debattieren über die Chancen einer
Renaissance des Wienerlieds und der Wiener Musik. TeilnehmerInnen: Nuschin
Voussoghi (Festival „Wien im Rosenstolz“), Die Strottern, Herbert Zotti
(Wiener Volksliedwerk, Festival wean hean), Zeno Stanek (Schrammelklang
Festival), Friedl Preisl (Schutzhausfeste, Wienerlied und?), Rudi Koschelu,
Christina Zurbrügg und andere.
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Mittwoch, 1.
Oktober Führung durch die
kleine Hans Lang-Schau, die von der Musiksammlung der Wienbibliothek, der
Besitzerin des Nachlasses, anlässlich seines 100. Geburtstages
zusammengestellt wurde.
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V O R S C H A
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Mittwoch, 22.
Oktober Im Rahmen der
Konzertreihe „koid=woam. Das Wienerlied kennt keine Hauptsaison“ wird einmal
im Monat zur spannungsreichen Begegnung von Wienerlied und Weltmusik in die
Loos-Räume der Musiksammlung der Wienbibliothek geladen. Die umfangreiche
Wienerliedsammlung der Wienbibliothek kommt im Rahmen dieser Monatsreihe zu
Wort, wird hörbar und verbindet unterschiedlichste Interpreten.
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Dienstag, 2.
Dezember Am Beispiel von
vier Urban-Musikstilen (Schrammelmusik, Rembetiko, Fado und Tango) wird der
Frage nachgegangen, inwieweit städtische Volksmusiken eine Renaissance
erfahren und wie eine nur museale Pflege ersetzt werden kann und tatsächlich
ersetzt wird durch unbekümmerte Aneignung des überlieferten Materials durch
die junge Generation der betreffenden Städte. Dies erfolgt nicht in Form
trockener Vorträge, sondern mit Live-Beispielen von zumindest drei der vier
ausgewählten Stadtmusik-Kulturen.
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Donnerstag, 4.
Dezember Friedl Preisls Schutzhausfeste
– für viele bereits liebgewonnene Tradition – laden zu Wienerlied und
Weltmusik, zur musikalischen Verschmelzung von Tradition und Gegenwart, zur
Konfrontation mit vielschichtigen Kulturen und Kunstformen:
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Dienstag, 9.
Dezember Die drei scheinbar Unzertrennlichen
vom Kollegium Kalksburg – Heinz Ditsch, Paul Skrepek und Wolfgang Vincenz
Wizlsperger – haben „die seltene Gabe, das Genre des Wienerlieds auch solchen
Leuten näher zu bringen, die wenig bis gar nichts mit dieser Musikrichtung am
Hut haben“ (www.mica.at). Daher sind
sie prädestiniert dafür, das Jahresabschlussfest am Gaußplatz 11 alljährlich
zu bestreiten – 2008 bereits zum 10. Mal!
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Sonntag, 28.
September, Sonntag, 26.
Oktober & Sonntag, 30. November PHILOSOPHISCHES
CAFÉ Das anregendste Sonntagsfrühstück
der Stadt, wie immer moderiert von Dr. Josef Rhemann (Professor für
Philosophie an der Universität Wien mit den Arbeitsschwerpunkten
Gesellschafts-theorie, Theorie der Sexualität, Kritik der Postmoderne),
eröffnet die Herbstrunde. Die Themen werden vom Publikum frei gewählt.
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STATT LAND „Ich bin noch immer
in Trattenbach und bin nach wie vor von Gehässigkeit und Gemeinheit umgeben.
Es ist wahr, dass die Menschen im Durchschnitt nirgends sehr viel wert sind;
aber hier sind sie viel mehr als anderswo nichtsnutzig und unverantwortlich.“
Die Stadt- Land-Beziehung ist nicht immer ein partnerschaftlicher Prozess,
wie diese Dorfbeschimpfung Ludwig Wittgensteins zeigt, der in verschiedenen
Gemeinden Niederösterreichs als Volksschullehrer wirkte, bevor er als Autor
des Tractatus logico philosophicus weltbekannt wurde. Unter dem unklaren
Titel statt Land werden ein Monat lang die verschiedensten Aspekte des
Verhältnisses von Urbanität und Dörflichkeit in verschiedenen Medien
(Diskusson, Musik, Film, Foto, diverse Crossovers und eine StadtFlucht nach Mistelbach)
beleuchtet. Einige Begriffe werden dann in neuem Licht erscheinen:
Brünnerstraßler, Mistlbocha, Mysterientheater... |
Einen Überblick über die bereits stattgefundenen KOID=WOAM-Veranstaltungen finden Sie hier:
http://www.aktionsradius.at/presse/05-2008/koidwoam.htm