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Februar 2008:

 

 

 

 

 

 

DAS WIENERLIED KENNT KEINE HAUPTSAISON
Eine Kooperation von Aktionsradius Wien, Kulturverein Narrendattel und der Wienbibliothek im Rathaus

 

„wir kennen das wienerlied.  wir kennen roland neuwirth. wir kennen adi hirschal, und wir kennen heinz holecek. wir kennen den schmalen grat zwischen milieu und niveau. wir kennen den spagat zwischen soul und groove, die tanz und die märsche. wir kennen die alten themen, den wein, die maderln, den tod; und wir wissen um die lust und die qual, die es verursacht, das eigene in besitz zu nehmen. doch wieder haben unberechenbare anarchisten das wienerlied besetzt wie ein staubiges haus, und hinter den blinden scherben der alten fenster wachsen – heimlich? ohne lärm jedenfalls – frische, kräftige triebe am alten stock. kennen wir das wienerlied?“

 

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Foto: Mario Lang, Grafik Tom Sebesta

 

Zeilen von Walther Soyka, sieben Jahre alt, wie die vorweg genommene Abstraktion von koid=woam, eines neuen Typs von nachhaltiger Wienerlied-Revitalisierung. Ohne die dialektische Idee der Einheit der Gegensätze ist diese Herausforderung nicht zu bestehen. koid=woam steht für diese Dialektik – zwischen Anarchie und Gmiadlichkeit, zwischen Bewahrung und Destruktion, zwischen altem Stock und jungem Trieb; steht auch für die wechselnden Gefühlslagen, die das Wienerlied transportiert, von Wödvadruss bis Duliöö, vielleicht mit einer leichten Neigung zu ersterem. koid=woam ist Resultat einer Vernetzung von drei Akteuren der tätigen Liebe zum Wienerlied: Aktionsradius Wien (bisher Veranstalter der Neuen Wiener Welle), Friedl Preisls Kulturverein Narrendattel (Schutzhaus-Trilogie, Reihe Wienerlied-und?) sowie Wienbibliothek im Rathaus (die ihr umfangreiches Wienerlied-Archiv und einzigartige Veranstaltungssäle in das Gesamtprojekt einbringt). Dank dieser Kooperation ist eine ganzjährige Reihe möglich, ein abwechslungsreicher Zyklus, der die kleinen, leisen, intimen Begegnungen zwischen MusikliebhaberInnen und Musikschaffenden ebenso schätzt wie die lauten Muladschags. Perfektion als künstlerisches Prinzip wird geduldet, dem Prinzip Improvisation wird gehuldigt.

Wohin will koid=woam das Wienerlied bringen? In die nächste Woche, zumindest. Und was will koid=woam am Wienerlied verändern? Das traditionelle Wienerlied, sagt Max Gruber von Des Ano, handle im Grunde immer von der Trilogie des Grauens: vom Fressen, Saufen und Sterben. Von Liebe sei so gut wie nie die Rede. koid=woam muss das nicht akzeptieren. Das Wienerlied wird leben, wenn es die Liebe reinlässt.

 

 

 

D A S   M O N A T S T H E M A   /   Ü B E R S I C H T

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AUSSTELLUNG DES MONATS:

100 JAHRE HANS LANG

 

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Dienstag, 5. Februar

Walther Soyka & Karl Stirner KONZERT & VIDEODOKU DORIS KITTLER

 

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Donnerstag, 7. Februar

Die Heimwehtropfen VERWIRRTE WIEN-FLANERIE

 

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Dienstag, 12. Februar

Stimmgewitter Augustin / Stefan Weber WIENERLIEDKURS FÜR PIEFKES

 

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Mittwoch, 13. Februar

Wienerlied-und? AUFTAKT IN DER WIENBIBLIOTHEK

 

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Dienstag, 19. Februar

Die Zeiserln / Die Siränen / Roschtiges Edelweiß JODELEIEN

 

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Freitag, 22. Februar 

Chor Otvorena Srca / Klapa KROATISCHE LIEDER

 

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Dienstag, 26. Februar

Roman Grinberg & Aliosha Biz GEBROCHENES WIENERISCH

 

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Mittwoch, 27. Februar

Electric Sterzinger AKKORDEON, TUBA, SCHLAGZEUG

 

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Samstag, 1. März

Schleichquartett „GANZ DURCH EINANDER“ CD-PRÄSENTATION

 

 

S O N S T I G E S   /   Ü B E R S I C H T

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Freitag, 25. Jänner

Erdball

 

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Sonntag, 27. Jänner | Sonntag, 24. Februar
Philosophisches Café DAS ANREGENDSTE SONNTAGSFRÜHSTÜCK

 

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Montag, 25. Februar

Jour fix & foxi CHILL-OUT-ZONE

 

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Neues aus der Aktionsradiusküche:

Kucharowits mit - Kucharowits ohne

 

 

K O I D = W O A M   V O R S C H A U   /   Ü B E R S I C H T

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Mittwoch, 19. März, Mittwoch, 23. April

 WIENERLIED-UND?

 

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Samstag, 10. Mai

Kollegium Kalksburg, Die Strottern, Walther Soyka & Karl Stirner DIE DREI ZUR BUNKEREI

 

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Samstag, 17. Mai, Samstag, 24. Mai, Samstag, 31. Mai

Walther Soyka Trilogie WELTBERÜHMT IN WIEN

 

 

V O R S C H A U   M Ä R Z    2 0 0 8   /   Ü B E R S I C H T

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THEODOR KRAMER – ZUM 50. TODESTAG

 

 

 

Aktionsradius Wien / Februar 2008

KOID=WOAM

 

D A S   M O N A T S T H E M A   I M   D E T A I L :

 

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AUSSTELLUNG DES MONATS:

100 JAHRE HANS LANG

Dokumente aus dem Nachlass der Musiksammlung der Wienbibliothek

 

Lieder wie „A schräge Wies´n am Donaukanal“ oder „Das hat schon der alte Nowotni gesagt“ können nicht wirklich aussterben – und damit auch jener Mann nicht, der die Melodie beisteuerte. Hans Lang, Komponist von Unterhaltungs-, Tanz-, Film- und Theatermusik und Wienerliedern, wurde vor 100 Jahren geboren – am 5. Juli 1908. Sein umfangreicher Nachlass ist 2004 von der Musiksammlung der Wienbibliothek im Rathaus erworben worden. Dokumente aus diesem Nachlass sind im Februar am Gaußplatz 11 zu sehen. Die Ausstellungseröffnung ist gleichzeitig der Start von koid=woam 2008.

Walther Soyka (Akkordeon) und Karl Stirner (Zither) sind – als „Zwillingsstadträte“, die in der AugartenStadt das Ressort Zur Legalisierung der Ehrlichkeit leiten – Garanten dafür, dass das immerwährende Wienerliedfestival musikalisch und inhaltlich nicht bei Hans Lang stecken bleibt. Ihr koid=woam-Auftakt-Konzert (5. Februar) kann auch als anarchistische Überwindung von Hans Lang gedeutet werden.

Apropos „Schräge Wiesn“. Das Beispiel zeigt gut die inhaltliche Ambivalenz auf, mit der man es im Wienerlied zu tun hat. Antikapitalismus ist hier gepaart mit einer provinzialistischen Haltung des „dahaam iss am schensdn“, der Sucht nach einem engen Horizont: A schräge Wies'n am Donaukanal / is mei Riviera auf jeden Fall! / Ich brauch keine Miss nicht, ka'n reichen Papa / mei Mizzerl, mei Mizzerl, die liebt mich so a! / Ich bin der Franz, ich brauch ka'n Pflanz und ka'n Tamtam / i fahr net furt, i bleib daham und blas am Kamm! / A schräge Wies'n am Donaukanal / is mei Riviera auf jeden Fall! Am 28. Jänner 1992 starb Hans Lang, sechs Jahre nach Heinz Conrads, der in seinen Samstagabendsendungen – durch die Art, wie er Lang-Lieder interpretierte – ungewollt einen Beitrag zur Marginalisierung des Wienerlieds im Leben jüngerer Generationen leistete.

 

Eröffnung: Dienstag, 5.2., 19.30 Uhr,

im Rahmen der Abendveranstaltung

 

Ort: Aktionsradius Wien | 1200 Wien, Gaußplatz 11, Tel. 332 26 94, www.aktionsradius.at

Öffnungszeiten: bis 1.3., MO-DO 10.00-17.00 Uhr, bei Veranstaltungen oder nach Vereinbarung.

 

 

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Dienstag, 5. Februar

Walther Soyka & Karl Stirner

Mit Doris Kittlers Doku „Zur Legalisierung der Ehrlichkeit“

KONZERT & VIDEODOKU

 

In Wien ist ja bald wer weltberühmt. Er muss nur 20 Jahre lang die gleiche Telefonnummer haben. Der Harmonikaspieler Walther Soyka wird immer angerufen, wenn jemand seinen eigenen, mehr oder weniger abgehobenen Liedern eine kleine Prise Bodenständigkeit hinzufügen möchte. Oder auch, wenn jemand seine altmodische Musik ein bisschen frischer klingen haben will, oder wenn wer schnell eine Webseite braucht oder noch vor Weihnachten eine CD herausbringen muss. Das liegt wohl zum einen daran, dass er wirklich glaubt, Kulturarbeit wäre unbezahlbar. Andererseits scheint in seiner Nähe etwas spürbar zu sein, wovon wir mutig werden, das uns zufrieden macht mit dem, was ist, und das uns atmen lässt, als wäre alles gut. Mit seinem kongenialen Partner an der Zither, Karl Stirner, teilt er eine politische Verantwortung, nämlich das augartenstädtische „Amt zur Legalisierung der Ehrlichkeit“. Das Konzert von Soyka & Stirner revolutioniert die Kultur der Ausstellungseröffnungen: Es „negiert“ das Ouvre des Ausstellungsobjekts (100 Jahre Hans Lang, siehe unten) – Ehrlichkeit ist machbar. Eine Videodokumentation von Doris Kittler (20 min) dient dem „Zwillingsstadtrat“ als Plattform zur Skizzierung des Ehrlichkeitsprogramms.

 

Beginn: 19.30 Uhr, Eintritt: 10 Euro

Ort: Aktionsradius Wien | 1200 Wien, Gaußplatz 11, Tel. 332 26 94, www.aktionsradius.at

 

 

 

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Donnerstag, 7. Februar

Die Heimwehtropfen

VERWIRRTE WIEN-FLANERIE

 

Manche sagen, das Wienerlied sei tot, weil der Habitus und das Milieu, in dem das Wienerlied aufgehoben war, irreversibel verloren gegangen ist: die Blütezeit des Vorstadtwirtshauses. Ein breites Verständnis von Wienerlied dagegen rechnet liedbetonte Musik mit beliebigem Stadtbezug, von MusikerInnen beliebiger Herkunft entwickelt, zum Wienerlied. Das italienisch-schweizer-deutsche Trio „Die Heimwehtropfen“ ist eine gassentaugliche Akustik-Combo, hin und her gerissen zwischen Gipsy Jazz, vergilbtem Schlager, Lyrik und Blödsinn. Klaus Gölz (Stimme, singende Säge, Texte), Roman Britschgi (Kontrabass) und Jörg Reissner (Gitarre) erzählen in ihren Stücken von verwirrten Spaziergängen durchs fremde Wien, einsamen Cowboys und utopischen Würmern.

 

Beginn: 20.00 Uhr, Eintritt: 10 Euro

Ort: Weinhaus Sittl | 1160 Wien, Lerchenfelder Gürtel 51, Info-Tel. 332 26 94, www.aktionsradius.at

 

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Dienstag, 12. Februar

Stimmgewitter Augustin / Stefan Weber

WIENERLIEDKURS FÜR PIEFKES

 

Es geschah vor fast zwei Jahren. 40 Weiterbildungshungrige besuchten den zweistündigen intensiven Wienerliedkurs, darunter ein Drittel Piefke, das primäre Zielpublikum der Veranstaltung. Im Rahmen des Projekts „Ösis und Piefke – Ein Missverständnis“  hatte der Aktionsradius die Damen und Herren vom Stimmgewitter Augustin gebeten, die Coach-Funktion zu übernehmen. Fünf Songs aus dem Kollegium Kalksburg-Ouvre, längst auch im Standardrepertoire des „Clochardchors“, kamen zum Vortrag. Die KursteilnehmerInnen durften sich sodann demokratisch ihren Lieblingssong auswählen. blede schmee / mi kenans moschaln mid dem blosnte / weu ob heit los i des gschloda schdee / und sauf mi au im kuakafe. Schon der dritte Anlauf, das Lied zu bewältigen, führte zum Ziel des Lehrgangs: die zugereisten Deutschen in die Lage zu versetzen, in ein kollektiv gesungenes Wienerlied einzustimmen, ohne den Sound zu verplatten, d.h. ohne besonders aufzufallen. Alle KursteilnehmerInnen konnten mit einer CD, enthaltend die ins Lied eingegangene Anstrengung der Integration, verabschiedet werden – hinaus in ein exotisches Leben, das nach vielen ähnlichen Volxhochschulen schreit. Kurz: Der Kurs wird wegen Erfolgs wiederholt. Prof. Stefan Weber wird als Interpret des traditionellen Wienerlieds sowie als Kursinspektor erwartet (falls er keine Verpflichtungen in Hollywood hat).

 

Beginn: 19.30 Uhr, Eintritt: 10 Euro

Ort: Aktionsradius Wien | 1200 Wien, Gaußplatz 11, Tel. 332 26 94, www.aktionsradius.at

 

 

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Mittwoch, 13. Februar

Wienerlied-und? Das etwas andere Wienerlied

AUFTAKT IN DER WIENBIBLIOTHEK

 

Die Reihe Wienerlied-und?, im Jahr 2001 durch den Kulturverein Narrendattel initiiert, findet 2008 eine neue Heimat. Ab Februar 2008 lädt die Wienbibliothek im Rathaus einmal im Monat in die „Loos-Räume“ der Musiksammlung – zur spannungsreichen Begegnung von Wienerlied und Weltmusik, zur musikalischen Verschmelzung von Tradition und Gegenwart sowie zur Konfrontation mit vielschichtigen Kulturen und Kunstformen. Die umfangreiche Wienerlied-Sammlung der Wienbibliothek kommt im Rahmen der Reihe koid=woam zu Wort, wird hörbar und verbindet die unterschiedlichsten Interpreten.

Den Auftakt zu koid=woam in der Wienbibliothek macht Trude Mally, eine der letzten Dudlerinnen Wiens gemeinsam mit dem Wienerlied-Duo Bäuml-Koschelu. Die Herren Ditsch, Wizlsperger und Skrepek jun. – auch Kollegium Kalksburg genannt – singen und musizieren als pflichtbewusste Wiener ausschließlich Original Wienerlieder.

Moderation: Richard Weihs.

Internetübertragung und Technik: Emap.FM.

 

Beginn: 18.00 Uhr, Eintritt: frei

Ort: Musiksammlung der Wienbibliothek | 1010 Wien, Bartensteingasse 9 / 1. Stock

Info: Tel. 4000-849 26, oeffentlichkeitsarbeit@wienbibliothek.at, www.wienbibliothek.at

 

 

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Dienstag, 19. Februar

Die Zeiserln / Die Siränen / Roschtiges Edelweiß

JODELEIEN

 

Die Zeiserl – drei Frauen aus dem Kraftfeld des Chors Gegenstimmen – wollen das Publikum in die Welt der ursprünglichen, einfachen und doch vielstimmigen Kehlkopfakrobatik einführen. Eingebettet in die Geschichte von „Walli & Hias“ – eine klassische Jodeloper – wird die Bedeutung jedes einzelnen Jodlers unverkennbar, sein Ausdruck unmissverständlich: quasi eine Arie des Moments. Eingejodelt wird der Abend von der doppelt so großen Formation Roschtiges Edelweiß, ein Hobby-Jodel-Projekt von in Wien lebenden Vorarlbergerinnen, Tirolerinnen und Steirerinnen (u.a.) an einem der spannendsten Momente künstlerischen Lebens: an der Schnittstelle zwischen privatem und öffentlichem Tun. Das Intermezzo zwischen den Jodel-Blocks füllt das schräge Vokaltrio Die Siränen. Barbara Gabriel, Susanna Gruber und Gabi Stöger auf unsere Frage, ob sie sich in der koid=woam-Zone angemessen platziert fänden: „Wir planen schon länger, endlich ein paar Wienerlieder siränenhaft (um)zuinterpretieren.“

 

Beginn: 19.30 Uhr, Eintritt: 10 Euro

Ort: Aktionsradius Wien | 1200 Wien, Gaußplatz 11, Tel. 332 26 94, www.aktionsradius.at

 

 

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Freitag, 22. Februar

Chor Otvorena Srca / Klapa

KROATISCHE LIEDER

 

Otvorena Srca (deutsch: Offene Herzen) ist ein 20köpfiger gemischter Chor, der seinen „künstlerischen Sitz“ im burgenland-kroatischen Kulturzentrum in der Schwindgasse, 4. Bezirk, hat. Die Männer des Chors bilden eine eigene a-capella-Formation: Klapa (steht für Männerchor). Mitglieder sind vor allem Burgenland-KroatInnen und Zuwanderer aus der Republik Kroatien; eine Österreicherin mit deutscher Muttersprache und eine Slowenin komplettieren den Sound. Eine Auslese aus den insgesamt ca. 500 bekannten Liedern der Volksgruppe der Burgenlandkroaten sowie Beispiele der auch in kroatischen Dörfern des Burgenlands beliebten Folklore Dalmatiens füllen das zweistündige Programm aus. Es sind Songs, wie man sich auch von der Wiener Tschuschenkapelle kennt.
Rudi Farkas, in Nikitsch/Filez im mittleren Burgenland in einer kroatisch-ungarisch-gemischten Familie aufgewachsen, ist „Manager“ des reinen Amateurchors, der im Mai oder Juni dieses Jahre das 25jährige Jubiläum groß feiern wird. Gern erzählt Herr Farkas, dass er niemanden kenne, der die zweisprachige Ortstafel im mehrheitlich kroatisch sprechenden Dorf als Provokation empfinde: „Wir haben hier keine Haiders“.
Eine Veranstaltug von www.ab-ort-musik.at.

 

Beginn: 20.00 Uhr, Eintritt: 10 Euro

Ort: Ragnarhof | 1160 Wien, Grundsteingasse 12, www.ab-ort-musik.at

 

 

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Dienstag, 26. Februar

Roman Grinberg & Aliosha Biz

GEBROCHENES WIENERISCH

 

Frejlech sol sajn! = Fröhlich soll’s sein! Im Titel des jiddischen Liedes steckt der Name der Wiener Klezmer-Band. Roman Grinberg ist Sänger, Pianist, Arrangeur und musikalischer Leiter der Gruppe Frejlech. Mit Jiddisch als Muttersprache im Schtetl Belz (in Moldawien) aufgewachsen, bringt er die jiddischen Lieder mit natürlicher Authentizität. Er studierte Musik am Wiener Konservatorium und wirkte bereits bei vielen jüdischen Theaterproduktionen als musikalischer Leiter und als Darsteller mit. Roman gilt als Experte des jiddischen Liedes und erhielt in dieser Sparte bereits Auftragskompositionen der Stadt Wien. Aliosha Biz, bekannt auch als Ensemblemitglied von Dobrek Bistro, ist einer der beiden Geiger von Frejlech. Als Sohn einer aus Österreich stammenden Künstlerfamilie wurde er in Moskau geboren, wo er auch das „Tschaikowsy-Konservatorium“ besuchte. Für koid=woam wagen sie erstmals ein Experiment: Wienerlieder, abendfüllend. Eine moldawisch-moskauer Liebeserklärung an die Hauptstadt des Erdäpfelsalats und der Schneekugel.

 

Beginn: 19.30 Uhr, Eintritt: 10 Euro

Ort: Aktionsradius Wien | 1200 Wien, Gaußplatz 11, Tel. 332 26 94, www.aktionsradius.at

 

 

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Mittwoch, 27. Februar

Electric Sterzinger

AKKORDEON, TUBA, SCHLAGZEUG

 

Die letzten 13 Wienerlieder und andere kostbare Miniaturen. Von H.C. Artmann bis Hans Werner. Gnadenlos gespielt, als wär´s das letzte Mal: Stefan Sterzinger (voc, accordeon), Vincenz Wizlsperger (voc, Tuba, Gitarre), Paul Skrepek (voc, Schlagzeug).
Das Konzert zählt zum Rahmenprogramm der Ausstellung "luna plena", eine Portraitserie der Künstlerin Martina Stuffer Tarhan. Mit großformatiger Acrylmalerei hat sie Gesicht, Ausdruck, Charakter und "Fleisch" der porträtierten Personen (vor allem aus der Kulturszene Wiens) eingefangen. Die Ausstellung wird am Donnerstag, 21. Februar, um 20 Uhr eröffnet und ist eine Woche zu sehen.

 

Beginn: 20.00 Uhr, Eintritt: 10 Euro

Ort: Ragnarhof | 1160 Wien, Grundsteingasse 12, Info-Tel. 332 26 94, www.aktionsradius.at

 

 

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Samstag, 1. März

Schleichquartett

GANZ DURCH EINANDER

 

Christine Petra Seltenreich, Therapeutin; Michaela Johanna Moser, Seefahrerin; Christian Philipp Cech, Doktor; Erke Oltmann Ludwig Duit, Meister – die Wiener a capella-Gruppe will detailgerecht vorgestellt sein. Offensichtlich sollen so die Positiva Seriosität (Doktor!), Perfektion (Meister!) und Weltläufigkeit (Seefahrerin!) herausgestrichen werden. Aber wozu dann die Therapeutin? Unautorisierte Antwort: Ohne sie wäre das Schleichquartett ein Schleichtrio, und ohne ihre Stimme wäre die Adaption des deutschen Ohrwurms „Ohne Krimi geht die Mimi nie ins Bett“ um eine feministische Nuance ärmer. Den Meister wiederum hatte die Gruppe nötig beim Vorhaben, eine Passage aus Reinhard P. Grubers Roman „Aus dem Leben Hödlmosers“ zu singen. Für den Steirischen Herbst, vor etwa zehn Jahren, hatte Erke Duit ja fast den ganzen Roman seines Freundes Gruber vertont. Die Hinweise reichen, um das Spektrum des Schleichquartett-Repertoirs anzudeuten. Der Name der Gruppe leitet sich u.a. vom Begriff Schleichwerbung ab, aber auch vom Arzt und Schriftsteller Carl Ludwig Schleich (1894-1922), der als Entdecker der örtlichen Betäubung durch Einspritzen von Kokain nützlich für die Menschheit wurde.


Beginn: 19.30 Uhr, Eintritt: 10 Euro
Ort:
Aktionsradius Wien | 1200 Wien, Gaußplatz 11, Tel. 332 26 94, www.aktionsradius.at

 

 

S O N S T I G E S   *   S O N S T I G E S   *   S O N S T I G E S  

 

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Freitag, 25. Jänner

Erdball

 

Traditionell wird Ende Jänner im „ver-rückten“ Dorf Herrnbaumgarten zu Musik und Tanz tief unter den Wurzeln der Weinstöcke geladen. Friedl Umschaid, Stadtrat zur Verwertung von Gedankenüberschüssen der AugartenStadt, verwandelt sein eindrucksvolles Kellerlabyrinth zum Ballsaal der anderen Art.
Das Musikprogramm ist gewohnt extravagant. Die MusikantInnen 2008: V.I.P. Opera, Netnakisum, The Sunset Five, B-Double-U Organ Trio, Phone 3 Phone, Christof Spörk & Gebrüder Gruber, Martin Philadelphy, Blaulichtviertel.

 

Beginn: 20.00 Uhr, Eintritt: 25 Euro, Ballkleidung: nobelschräg in warmen Schuhen

Ort: Kellerlabyrinth Umschaid | 2171 Herrnbaumgarten, Kellergasse / Ecke Langer Berg

 

Infos, Kartenreservierungen & Anmeldungen zum Bustransfer:
Friedl Umschaid, Tel. 025 55-27 87, 0664-9956 014, umschaid@aon.at , www.presshaus.at
Bustransfer: Abfahrt Wien: Gaußplatz 11, 18.30 Uhr, Abfahrt Herrnbaumgarten: ca. 2.30 Uhr,
Kosten der Busfahrt: 18 Euro

 

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Sonntag, 27. Jänner | Sonntag, 24. Februar
Philosophisches Café

DAS ANREGENDSTE SONNTAGSFRÜHSTÜCK

2008 geht das Philosophische Café am Gaußplatz 11 bereits in das 10. Jahr und lädt jeden letzten Sonntag im Monat zum anregendsten Sonntagsfrühstück der Stadt. Moderation: Dr. Josef Rhemann, Professor für Philosophie an der Universität Wien (Arbeitsschwerpunkte: Gesellschaftstheorie, Theorie der Sexualität, Kritik der Postmoderne). Die Themen werden vom Publikum ausgewählt.

 

Zeit: 10.00 – 13.00 Uhr; Eintritt: frei
Ort:
Aktionsradius Wien | 1200 Wien, Gaußplatz 11, Tel. 332 26 94, www.aktionsradius.at

 

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Montag, 25. Februar

Jour fix & foxi CHILL-OUT-ZONE

 

Start des Aktionsradius-Wohnzimmers, ab nun jeden letzten Montag des Monats. Die Chill-Out-Zone der AugartenStadt bietet Zeit und Raum für Palaver und Spontaneitäten. Kein festgelegtes Programm, Ausnahme am Jour fix und foxi Nr. 1: Der Dichter Peter Ahorner – der diese monatlichen Treffen anregte – liest aus seinen Texten.


Beginn: 19.30 Uhr, Eintritt: frei

Ort: Aktionsradius Wien | 1200 Wien, Gaußplatz 11, Tel. 332 26 94, www.aktionsradius.at

 

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Neues aus der Aktionsradiusküche:

Kucharowits mit - Kucharowits ohne

 

Es freut uns, eine kulinarische Revolution bekannt geben zu dürfen. Ab sofort ist "Die Kucharowits" (sprich: Kucharowitsch) am Gaußplatz 11 gekocht im Angebot. Es ist die Weiterentwicklung der "Kroatischen Sautanzwurst", die bei den dörflichen Hausschlachtungen erzeugt wurde. Das frische Fleisch stammt von Schweinerippen, dem so genannten Ketterlfleisch. Die Ingwer-Zutat gibt der Wurst eine spezielle Note. Kucharowits mit (Slibowitz) und Kucharowits ohne (nur mit Gebäck, Senf und Kren) wurde exklusiv für das
Aktionsradiuspublikum entwickelt!

 

 

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Das etwas andere Wienerlied in der Wienbibliothek

WIENERLIED-UND?

 

Mittwoch, 19. März: Walther Soyka Trio, Nataša Mirković-De Ro & Matthias Loibner

Mittwoch, 23. April: Zur Wachauerin, Steinberg & Havlicek

Moderation: Richard Weihs.

Internetübertragung und Technik: Emap.FM.

 

Beginn: 18.00 Uhr, Eintritt: frei

Ort: Musiksammlung der Wienbibliothek | 1010 Wien, Bartensteingasse 9 / 1. Stock

Info: Tel. 4000-849 26, oeffentlichkeitsarbeit@wienbibliothek.at, www.wienbibliothek.at

 

 

 

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Samstag, 10. Mai

Kollegium Kalksburg, Die Strottern, Walther Soyka & Karl Stirner       

DIE DREI ZUR BUNKEREI

 

Der geheimnisvolle Thinktank des koid=woam-Projekts mäandriert zwischen prinzipieller Wienerliedskepsis („Das WL ist tot!“), puritanischem Dogmatismus („WL ist nur, wo Volksliedwerk drauf steht“) und der dialektischen Kontinuitätsthese („Bewahrung durch Überwindung“). Die drei Formationen Kollegium Kalksburg, Die Strottern, Walther Soyka & Karl Stirner, die – gewollt oder ungewollt – letztere Position stärken, sind erstmals in einem Konzert vereinigt.

 

Beginn: 20.00 Uhr, Eintritt: 15 Euro, Der Eintrittserlös wird der Krebsforschung zur Verfügung gestellt.

Ort: Bunkerei Augarten | 1020 Wien, Obere Augartenstraße 1a, Tel. 06991 332 72 11, www.bunkerei.at

 

 

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Samstag, 17., 24. & 31. Mai

Walther Soyka Trilogie

WELTBERÜHMT IN WIEN

 

An drei Samstagen im Mai spielen sechs der brauchbarsten Ensembles der Stadt im Schutzhaus Zukunft, und alle haben irgendwas mit Wien (und mit Walther Soyka) zu tun. „Walther Soyka ist die zärtlichste Kraft, die wir aus einer Budowitzer (= Wiener Knöpferlharmonika) geschenkt bekommen können.“ (Peter Ahorner, Dichter). Moderation: Richard Weihs.

 

Beginn: 19.30 Uhr, Eintritt: 18 Euro,

Ort: Schutzhaus Zukunft | 1150 Wien, Auf der Schmelz, verl. Guntherstraße

Infos: Kulturverein Narrendattel, Tel. 0676 / 512 91 04, www.wienerlied-und.at

 

 

 

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VORSCHAU MÄRZ 2008

Theodor Kramer – zum 50. Todestag

 

Diese Veranstaltungsreihe plant der Aktionsradius gemeinsam mit der Theodor Kramer-Gesellschaft. Sie ist einem der größten österreichischen Poeten gewidmet und thematisiert seine fortdauernde Unterschätzung. Im Rahmen des Kramer-Monats wird die Wanderausstellung zu Theodor Kramer am Gaußplatz 11 gezeigt, eine Exkursion (StadtFlucht) in die engere Weinviertler Heimat des Dichters ist geplant, weiters die Präsentation einer CD mit vertonten Kramer-Texten, eine Podiumsdiskussion zum Thema „Theodor Kramer und die Frauen“, eine zentrale Erinnerungsveranstaltung in der Urania sowie ein Konzert in der Kirche Gaußplatz (angefragt: Wenzel, Botschafter der AugartenStadt in Vorpommern).